Wir über uns

Die Ziele der "Freunde der Peloponnesischen Eisenbahnen e.V."


Im Herbst 2004 fanden sich in Bonn einige junge Eisenbahnfreunde und Studenten zusammen, um den Verein "Freunde der Peloponnesischen Eisenbahnen" zu gründen. Anlass waren absehbare gravierende Veränderungen im Betrieb der Peloponneseisenbahnen im Süden Griechenlands, vorwiegend durch die Olympischen Spiele von Athen begründet. Insbesondere die kurz bevorstehende Eröffnung der Regelspurigen Strecke von Athen nach Korinth, die die existierende schmalspurige Trasse ersetzen sollte, aber auch die Abstellung eines großen Teils des bisherigen Fahrzeugparks machten deutlich, dass eine neue Initiative nötig war, sollten große Teile der Peloponnesbahnen nicht einfach sang- und klanglos von der Bildfläche verschwinden. Darüber hinaus zeigten die griechischen Staatsbahnen OSE im Gegensatz zu den 1990er Jahren defakto keinerlei Interesse mehr an touristischen Aktivitäten auf dem Peloponnes, sodass Exkursionen (mit damit verbundenen lukrativen zusätzlichen Einnahmen) nicht stattfanden und in Ermangelung von geeigneten Fahrzeuge bis heute (Herbst 2008) nicht stattfinden.
Das grundsätzliche Ziel unseres Vereins ist es, einen Beitrag zur geschichtlichen Würdigung der Peloponnesbahnen zu leisten, und durch ergänzende touristische Aktivitäten deren Bestand zu sichern zu helfen. Deshalb wollen wir aktiv am Aufbau eines Eisenbahnmuseums auf dem Peloponnes mitwirken, bzw. diesen initiieren. Für dieses Museum wollen wir historisch wie didaktisch wertvolle Exponate zusammentragen und diese präsentationswürdig aufbereiten. Dabei reicht die Spannweite der Exponate von alten Verträgen oder Aktien über Fahrkarten oder andere alltäglichen Gegenstände des Eisenbahnverkehrs bis hin zu historischen Eisnbahnfahrzeugen. Fernziel ist es, eines Tages einen historischen Zug betreibsbereit aufzuarbeiten, um damit Exkursionen auf dem gesamten schmalspurigen Netz der Peloponnesbahnen durchzuführen, und so durch solche zusätzlich generierten Erträge einen Beitrag zu leisten die Zukunft der Peloponnesbahnen zu sichern.


Esslinger Beiwagen, der für Exkursionen vorgehalten und genutzt wurde. Seit 2004 außer Betrieb.

Die Entwicklungen seit 2004 haben leider gezeigt, wie richtig die Einschätzung der Situation anno 2004 war, denn die Situation hat sich seit dem kontinuierlich weiter verschärft. Das gesamte schmalspurige Netz der Peloponnesbahnen steht inzwischen zur Disposition - entweder durch den weiteren Bau von regelspurigen "Hoch"geschwindigkeitsstrecken (bis Patra ist dies bereits beschlossen und begonnen), und durch die Gefahr der Schließung von weiten Teilen des Netzes (z.B. der Oststrecke von Korinth nach Kalamata). Daher ist eines unserer vorangigen Ziele derzeit, noch vorhandenes historisches Rollmaterial zu sichern und einen geeigneten Ort für die Unterstellung und Restaurierung zu finden. Einen erste Erfolg konnten wir mit dem Erwerb des historischen Triebwagens A/A 2106 (Waggonfabrik Uerdingen/Rhn 1936) bereits erzielen, den wir buchstäblich in letzter Sekunde vor der Verschrottung bewahren konnten (einen ausführlichen Bericht zum Transport des Fahrzeugs gibt es hier).
Darüber hinaus gelang es uns, im Jahr 2007 trotz Fahrzeugmangels eine erste Exkursion erfolgreich auf dem Peloponnes zu organisieren (einen ausführlichen Bericht zu dieser Exkursion gibt es hier).
Trotz leider nur sehr geringer Unterstützung seitens der Staatsbahnen und der Politik werden wir kontinuierlich an unseren Zielen weiterarbeiten, und Fortschritte hier auf unserer Homepage öffentlich machen.

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